ARCHIV

Das Diözesanarchiv verwahrt drei Archive:

  1. Das Hofarchiv
    Das Hofarchiv beinhaltet das Schriftgut des weltlichen Fürstentums bis 1803. Bis ins 17. Jh. lässt sich eine strenge Trennung zwischen geistlichen und weltlichen Kompetenzen der Bischöfe nicht vornehmen, weswegen besonders für die frühe Zeit auch geistliche Belange hier zu suchen sind.
     

  2. Das Konsistorial-/Ordinariatsarchiv
    Das Konsistorial-/Ordinariatsarchiv verwahrt das Schriftgut der Bischöfe als Träger der geistlichen Jurisdiktion und ihrer Behörden.
     

  3. Das Archiv des Domkapitels
     

Hinzu kommen ein umfangreicher Aktenbestand zum ehemaligen deutschen Anteil der Diözese Trient (ca. 1818–1964), einige Nachlässe und Teile des Archivs des Johanneums in Dorf Tirol.

 

Näheres dazu finden Sie in:

Erika Kustatscher, Das Diözesanarchiv Brixen, in: Philipp Tolloi (Hg.), Archive in Südtirol. Geschichte und Perspektiven. Archivi in Provincia di Bolzano. Storia e prospettive (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs. Pubblicazioni dell‘ Archvio Provinciale di Bolzano 45), Innsbruck 2018, 293–316.

 

Übersicht über die Bestände (die Abkürzungen sind für eine korrekte Zitation zu empfehlen)

 

Das Hofarchiv (H.A.)

  • Urkundenreihe (Urk.), Zeitraum: 888–1849, rund 1700 Einheiten, zu zitieren nach dem Datum und (fakultativ), so vorhanden, mit der O.A.-Nummer

  • Urkunden des sog. Mensalarchivs (MA), Zeitraum: 1312–1786, 1730 Einheiten

  • Hofakten (HA), Zeitraum: ca. 1250–1900, zwei Serien, die erste HA (rund 28.000 Einheiten), die zweite HA II (derzeit 4150 Einheiten, noch im Ausbau begriffen). Zu zitieren ist die jeweilige laufende Nummer und, wenn mehrere Schriftstücke in einem Bündel enthalten, das Datum des Schriftstücks.

  • Akten des sog. Mensalarchivs (MA), Zeitraum: ca. 1450–1938, ca. 1780 Einheiten

  • Hofratsprotokolle (HRP), Zeitraum: 1515–1802, 147 Bände

  • Hof(rats)registratur (HR), Zeitraum: 1444–1802, 89 Bände. Gesondert einige Bände „Stiftsregistratur“ sowie „Haus- und Hofprotokolle“ aus dem 18. Jh.

  • Dekrete (Dekr.), Zeitraum: 1582–1801, 52 Bände

 

Das Konsistorial-/Ordinariatsarchiv (K.A./OA)

  • Urkundenreihe (Urk.), Zeitraum: 1145–1986, rund 1530 Einheiten, zu zitieren nach dem Datum.

  • Konsistorialprotokolle (KP), Zeitraum: 1630–1829, 155 Bände

  • Konzeptbücher (KB), Zeitraum: 1631–1830, 120 Bände

  • Stiftungen, Zeitraum: 1611–1924, 121 Bände

  • Akten (KA I), Reihe I (nach Seelsorgesprengeln), Zeitraum: Spätmittelalter bis frühes 19. Jh., ca. 1580 Einheiten

  • Akten (KA II), Reihe II (nach Jahren, auf der zweiten Ebene nach Materien mit originaler Faszikulierung), Zeitraum: 1831–1975, ca. 6830 Einheiten

  • Akten (KA III), Reihe III (vermischter Bestand), Zeitraum: ca. 1200–1968, ca. 4100 Einheiten

  • Visitationsprotokolle (VP), Zeitraum: 1570–1806, ca. 60 Einheiten

  • Handschriften (Hs.), enthält u. a. Weiheprotokolle, Ehedispensen, Investituren, Zeitraum: 1323–1969, ca. 175 Einheiten

  • Personalakten (PA), sehr lückenhaft, Zeitraum: 1856–1985, ca. 375 Einheiten

  • Kirchenrechnungen aus der gesamten alten Diözese Brixen, ca. 1860–1935, 1148 Einheiten

  • Fonds Josef Gargitter

  • Teilnachlass Hans Schoefl, Mai 1945–Dezember 1946, 3 Einheiten

 

Das Archiv des Domkapitels (DKA)

  • Urkundenreihe (Urk.), Zeitraum: 1194–1954, ca. 5400 Einheiten

  • Akten, Zeitraum: ca. 1170–2002, ca. 4440 Einheiten

  • Protokolle (DKP), Zeitraum: 1481–1903 (mit Lücken im 19. Jh.), 55 Einheiten

  • Urbare (Urb.), Zeitraum: ca. 1350–1806, 90 Einheiten

  • Handschriften, Zeitraum: ca. 1330–1900, 520 Einheiten

  • Urkunden des Heiligkreuzspitals (HKS), Zeitraum: 1170–1845, 790 Einheiten

  • Akten des Heiligkreuzspitals (HKS), Zeitraum: 1420–1980, ca. 250 Einheiten

  • Urbare des Heiligkreuzspitals bzw. Seminars (HKS), Zeitraum: 1419–1818, 168 Einheiten

  • Ein umfangreiches Musikarchiv, für dessen Konsultation auf das Répertoire International des Sources Musicales (RISM) zu verweisen ist, das online kostenlos nutzbar ist.

NUTZUNG DES DIÖZESANARCHIVS

Das Diözesanarchiv in der Hofburg in Brixen steht im Eigentum der Diözese Bozen-Brixen; es ist seiner zivilrechtlichen Natur nach ein Privatarchiv. Es vereint drei Bestände: Das Hofarchiv, das Konsistorial-/Ordinariatsarchiv und das Archiv des Domkapitels.

Die Benutzerinnen und Benutzer des Diözesanarchivs sind gebeten, ihren Besuch mindestens eine Woche zuvor via E-Mail (archiv@hofburg.it) anzukündigen und ihr Forschungsinteresse anzugeben.

Öffnungszeiten

Montag-Mittwoch, 08:15-16:45 Uhr

 

ACHTUNG:

Vom 4. Juli 2022 bis zum 8. Juli 2022 und vom 8. August 2022 bis zum 18. August 2022 bleibt das Archiv für Benutzer:innen geschlossen.

Adresse

Diözesanarchiv Brixen

Hofburgplatz 2

I-39042 Brixen

+39 0472 801166

archiv@hofburg.it

Entschädigungen

Für die Benutzung des Diözesanarchivs wird eine Nutzungsgebühr erhoben.

Wochenkarte

€ 10,-

(Berechtigt zur Benutzung an 3 beliebigen Tagen innerhalb eines Jahres)

 

Monatskarte

€ 25,- 

(Berechtigt zur Benutzung an 14 beliebigen Tagen innerhalb eines Jahres)

 

Jahreskarte

€ 50,-

(Berechtigt zur Benutzung des Archivs an allen Tagen, an denen dieses für Benutzerinnen und Benutzer zugänglich ist)

 

Für Fotografien, die publiziert werden, ist - nach Einholung der Publikationserlaubnis - eine Gebühr von € 40,- pro verwendeter Vorlage vorgesehen.

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