In dulci jubilo! Papierkrippen aus der Sammlung Engelhardt

„Kripperl-Doktor“ wurde er genannt: Dr. med. Werner Engelhardt (1908–1979), Facharzt für Chirurgie in München. Seine Leidenschaft galt den Krippen aus Papier. Über Jahrzehnte trug er eine Sammlung von über 700 Papierkrippen zusammen, die sich heute als Schenkung in der Hofburg Brixen befindet. Die Sammelleidenschaft des Arztes schien keine Grenzen zu kennen. Er sammelte sowohl handgemalte Krippen und Krippenfiguren als auch Drucke verschiedener Epochen aus Europa und Übersee. „Qualität und Kitsch sind friedlich miteinander vereint“, wie der Sammler einmal selbst urteilte.

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Pop-up-Krippe, Vojtečh R. V. Kubašta, 1960

Die Ausstellung zeigt einen bunten Querschnitt durch die Sammlung. So stehen handgemalte Unikate neben gedruckten Künstlerkrippen, farbenfrohen Pop-up-Krippen und Adventskalendern aus den 1960er und 1970er Jahren. Eines ist allen Krippen gemein: Sie bringen das Weihnachtsgeschehen in das Zuhause der Menschen.

Kuratorin: Johanna Bampi
Restaurierung und Gestaltung: Alexander Fohs

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Anbetung der Hirten und der Könige, Klappkrippe aus Deutschland, um 1900

Papierkrippen in Tirol
Einen Einblick in die Schätze der Hofburg Brixen gibt die virtuelle Ausstellung auf dem Portal der Kulturgüter in Südtirol.