Die Neuaufstellung des Diözesanmuseums

Nach dem Verräumen der Landesausstellung 2000 wurde die Gelegenheit genützt, die hauseigenen Sammlungen zu Mittelalter und Neuzeit im ersten Stock in einer neuen Form zu präsentieren. Die Neuaufstellung war schon durch die zahlreichen Neuzugänge der letzten 15 Jahre notwendig geworden. Die neue Beleuchtung hebt den musealen Aspekt verstärkt hervor und ist auf die Exponate gerichtet. Neu gestaltet wurde der Eingangsbereich: ein neuer Eingang führt nun in das Museum, in dem Kassa und Museumsshop untergebracht sind.
Das Neue liegt in erster Linie an der geschlossenen Präsentation des Domschatzes mit seinen berühmten Kunstschätzen. Der inhaltliche Parcours ist so abgesteckt, dass sich raumspezifische Einheiten ergeben. So führen die ersten Räume mit den hochmittelalterlichen Skulpturen ein in die zentralen Themen christlicher Ikonographie wie Christusbild, Marienbild und Heiligenbild.
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Domschatz
Mit dem hier erworbenen, anschaulich vermittelten Wissen ist der Besucher auch für die nachfolgenden Räume gerüstet, die in chronologischer Folge die Kunst um 1400, den Altarbauer Leonhard von Brixen, die Kunst um Michael und Friedrich Pacher, den Brixner Bildhauer Hans Klocker, die Brixner Tafelmalerei des Spätmittelalters und die Süddeutschen Importe behandeln. Die Neuzeit wird mit zwei wichtigen Tafelbildern eröffnet: Madonna von Jan Gossaert, genannt Mabuse, und Schmerzensmann von Lucas Cranach (Werkstatt). Hauptwerk dieser Abteilung bleibt der beeindruckende Flügelaltar von Bartlmä Dill Riemenschneider. Weiters ist der Einbruch der Renaissance behandelt, der wichtige Bildhauer des Frühbarock Adam Baldauf, der Maler Stephan Kessler sowie die qualitätvolle lokale Barockmalerei vor Paul Troger.
Raum mit Gemälden des 17. Jhs. von Stephan Kessler und Martin Theophil Pollack
Raum mit Gemälden des 17. Jhs. von Stephan Kessler und Martin Theophil Pollack