Toni Kirchmayr und der Erste Weltkrieg

Die Ausstellung im mittelalterlichen Kellergewölbe zeigt Werke des Künstlers Toni Kirchmayr (1887–1965) aus den Beständen des Diözesanmuseums.

Toni Kirchmayr, geboren in Schwaz, lebte und arbeitete in Innsbruck. Als einjährig freiwilliger Unterjäger nahm er am Ersten Weltkrieg teil. 1917/18, noch während des Krieges, schuf er ein monumentales Triptychon (2 x 5 m) für die geplante, aber nicht realisierte Kaiserkapelle in Lavarone. Das beeindruckende Werk befand sich 1920 in vielbeachteten Ausstellungen in Salzburg und Wien und wurde anschließend vom Künstler selbst dem Diözesanmuseum geschenkt.

Nach dem Krieg malte Kirchmayr eine Reihe von Kriegerdenkmälern, so auch für die Kirche von St. Leonhard bei Brixen. Die signierte und 1920 datierte Vorzeichnung (210 x 255 mm) gibt sowohl die Ortschaft als auch bestimmte Personen von St. Leonhard porträtgetreu wieder. Die Zeichnung wird aus konservatorischen Gründen erst ab 4. August ausgestellt sein.

Zudem sind zwei Feldaltäre mit allen für die Messfeier im Feld erforderlichen Utensilien in der Ausstellung zu sehen.