Icones Clarae – Kunst aus dem Brixner Klarissenkloster

Die Ausstellung präsentiert neben den für die Geschichte des Klosters wichtigen Urkunden eine Reihe mittelalterlicher Handschriften, frühe Buchdrucke und ansonsten nie zu sehende Klausurkunst.

Zu den herausragenden Kostbarkeiten des Klosters zählt ein 25teiliger Klarazyklus. Es ist der umfangreichste bekannt gewordene Bilderzyklus zum Leben der hl. Klara aus dem Barock, der aus Cavalese gebürtige Maler Franz Sebald Unterberger hatte ihn in den Jahren 1731 bis 1733 ausgeführt. Die Bildtafeln wurden letzthin restauriert und können nun im Rahmen der Ausstellung seit vielen Jahrzehnten wieder einmal außerhalb der Klausur gezeigt werden. Weitere Arbeiten von Franz Sebald Unterberger runden das Bild dieses Meisters ab, der, was die Qualität seiner Arbeiten betrifft, in die engste Nähe seines Bruders Michelangelo Unterberger, dem Wiener Akademiedirektor, zu reihen ist. Die Darstellungen zum Klaraleben lassen sich mehrheitlich auf niederländische Kupferstiche zurückführen.

Unterberger_Klara vertreibt die Sarazenen
Die hl. Klara vertreibt die Sarazenen mit der Monstranz, aus dem Zyklus von Franz Sebald Unterberger, Öl auf Leinwand, 1731–1733

 

Die Ausstellung feiert den Kulturschatz eines Klosters, das in den Jahren seit seiner Gründung ohne Unterbrechung fortbesteht. Als stiller Ort eines streng geregelten Tagesablaufs mit Gebet und Arbeit ist es eines der ältesten franziskanischen Lebenszeugnisse in Tirol. An der Faszination für ein der Welt abgekehrtes Leben haben die Brixner Klarissen bis heute nichts eingebüßt.