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Christus auf dem Palmesel

Die Skulptur aus dem 16. Jahrhundert zeigt Christus, der segnend und auf einem Esel reitend in Jerusalem einzieht, wo er von einer begeisterten Menge empfangen wird (Matthäus 21,1–9). Sie stammt aus der Pfarrei Tannheim in Nordtirol.

Seit dem Mittelalter verbreitete sich vor allem in den deutschsprachigen Gebieten, aber auch in den Niederlanden und in Belgien, der Brauch, bei der Prozession am Palmsonntag einen hölzernen Palmesel mitzuführen. Häufig war er mit Rädern versehen, sodass er gezogen werden konnte. Heute wird beispielsweise in Thaur bei Innsbruck noch ein Palmesel bei der Prozession mitgezogen.

Der Palmesel aus Tannheim ist vom 4. bis 10. April 2020  in der Hofkirche ausgestellt.


So wird im Matthäus-Evangelium der Einzug in Jerusalem erzählt:
„Als sie sich Jerusalem näherten und nach Betfage am Ölberg kamen, schickte Jesus zwei Jünger aus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen. Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers. Die Jünger gingen und taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm nachfolgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!“