Offene Weite – musikalische Andacht

Philipp Kronbichler, Pianist und Komponist, gibt nach mehreren Klavierabenden in der Hofburg Brixen am 23. Juli ein Konzert in der Kirche St. Jakob in Villnöß.

Programm
Philipp Kronbichler: Fuge über B-A-C-H
Johann Sebastian Bach: Fuge E-Dur BWV 878
Arvo Pärt: Für Alina
Philipp Kronbichler: Fuga brevis
John Cage: In a landscape
Arvo Pärt: Variationen zur Gesundung von Arinuschka
Philipp Kronbichler: Minroud

Montag, 23. Juli 2018
Beginn: 20.30 Uhr
Kirche St. Jakob, Villnöß
Eintritt frei

Philipp Kronbichler
Philipp Kronbichler wurde 1980 in St. Pölten geboren, durchlief eine Ausbildung als klassischer Konzertpianist an den Musikhochschulen in Salzburg, Wien und Köln bei Anton Czjzek, Noel Flores und Klaus Oldemeyer und beteiligte sich erfolgreich an verschiedenen Klavierwettbewerben. In den letzten Jahren widmete er sich verstärkt der Kammermusik sowie der Neuen Musik und gründete zusammen mit der Kölner Pianistin Jovita Zähl das pianoduo elaeis. Seit 2008 arbeitet er als Lehrbeauftragter an der Kölner Musikhochschule.
Philipp Kronbichler absolvierte Auftritte als Pianist und Komponist u.a. in Wien, Linz, Salzburg, Köln und New York, sowohl solistisch als auch mit Orchester (Wiener Kammerorchester, ORF Radio-Symphonieorchester und Bruckner-Orchester Linz), als Liedbegleiter und im Klavierduo.

Solo… più piano

„Histoire de la Valse“ nennt Martin Münch, Pianist und Komponist, sein Programm. Am historischen Bechstein-Flügel im Kaisersaal spielt er Walzer von  M. Ravel, F. Chopin, J. Strauß Sohn sowie eigene Kompositionen.

Programm
Maurice Ravel (1875–1937): Valse noble et sentimentale Nr. 4
Martin Münch (* 1961): Walzer, auf den man nicht tanzen kann op. 0/35
Frédéric Chopin (1810–1849): Walzer in As-Dur
Martin Münch (* 1961): Valse lente op. 3 (2. Satz des 1. Konzertes, Solo-Version)
Johann Strauß Sohn (1825–1899): Frühlingsstimmenwalzer
Martin Münch (* 1961): Valses sentimentales op. 48 Nr. 1–3
Frédéric Chopin (1810–1949): 2 Walzer
Martin Münch (* 1961): Valses sentimentales op. 48 Nr. 4 und 8
Maurice Ravel (1875–1937): La Valse

Donnerstag, 2. August 2018
Beginn: 20.30 Uhr

Eintritt: freiwillige Spende

Im Rahmen des Festivals Più Piano.
Eine Veranstaltung der Associazione Culturale Ars Modi in Zusammenarbeit mit Pro Cultura Brixen und der Hofburg Brixen.

Mozart in der Hofburg

Das Quartett Van Kuijk konzertiert im Kaisersaal der Hofburg.

Programm
W. A. Mozart: Divertimento in D-Dur KV 136
W. A. Mozart: Streichquartett in C-Dur KV 465 „Dissonanzen“
Franz Schubert: Quartett Nr. 14 in d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“

Samstag, 8. September 2018
Beginn: 20 Uhr

Kartenvorverkauf
Brixen Tourismus Genossenschaft
Regensburger Allee 9, Brixen
Tel. 0472 27 52 52, info@brixen.org
Abendkasse vor dem Konzert.
Freie Platzwahl im Kaisersaal.

Eine Veranstaltung von Brixner Initiative Musik & Kirche in Zusammenarbeit mit der Hofburg Brixen.

Sounding out the Codex Buranus: Thirteenth-Century Songs from Brixen

Einblicke in die Brixner Musikwelt des 13. Jhs.: Konzert mit dem Ensemble Rumorum
Grace Newcombe (Gesang und musikalische Leitung)
Félix Verry (Fidel)
Mara Winter (Flöte)

Der Codex Buranus ist eine der wohl bekanntesten Handschriften des Mittelalters — nicht nur aufgrund von Carl Orffs weithin vertrauter Neu-Vertonung einiger ihrer Texte. Trotz einer über 200-jährigen Forschungs- und Rezeptionsgeschichte bleibt die Sammlung jedoch ein Mysterium: Ihre Vielschichtigkeit — Text und Musik; geistliche und weltliche Themen; Latein und Volkssprache — hat dazu geführt, dass die Handschrift durch das Raster der modernen Wissenschaftsdisziplinen gerutscht und Gegenstand von Einzelstudien geblieben ist. Während die Entstehungszeit der Sammlung um 1230 heute als recht gesichert gilt, ist der Herkunftsort weiterhin umstritten. Die jüngere Forschung tendiert jedoch zu einem Ursprung in Südtirol, möglicherweise im Umfeld des Klosters Neustift oder der Kathedralschule zu Brixen.

Das Konzert ist Teil einer internationalen, interdisziplinären Tagung zum Codex Buranus. Ein Team renommierter WissenschaftlerInnen wird in diesem Rahmen die vielfältigen Fragen, welche die Sammlung aufwirft, intensiv diskutieren, um neue Forschungsprojekte zum Faszinosum Codex Buranus zu entwickeln. Essentieller Bestandteil dieser Zielsetzung ist das Konzert: Es soll die Möglichkeit bieten, auf der Tagung diskutierte Probleme zur historischen und modernen Aufführungspraxis der Lieder der Sammlung gemeinsam mit einem professionellen Ensemble auszuprobieren. Darüber hinaus erlaubt die fachkundige Moderation der KünstlerInnen dem Konzertpublikum einen einmaligen Einblick in die spannende Brixener Musikwelt des dreizehnten Jahrhunderts.

Ensemle Rumorum
© eeemerging / Bertrand Pichene

Ensemble Rumorum
Grace Newcombe (Gesang und musikalische Leitung), Félix Verry (Fidel) und Maria Winter (Flöte) haben alle an der Schola Cantorum Basiliensis studiert und dort das Ensemble Rumorum, mit welchem sie bereits an diversen Wettbewerben und Festivals teilgenommen haben, gegründet. Die Aufgabe der Schola ist sowohl die Ausbildung professioneller Musiker und Laien, wie auch die Erforschung historischer Musikpraxis. Diese Arbeit zeichnet sich durch ein Wechselspiel von Reflektieren und Experimentieren aus: Beides geschieht im aufführungspraktischen Spannungsfeld zwischen historically informed performance und einer rekonstruktiven historischen Musikpraxis.

Freitag, 27. Juli 2018
Beginn: 20 Uhr

Eintritt: freiwillige Spende

Veranstalter und Förderer: Universität Bern, Freie Universität Bozen, schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften und Stadt Brixen.

Musikkapelle Anras

Die Musikkapelle Anras gibt ein Open-Air-Konzert im Innenhof.

Programm
Greenmount Fanfare – Andreas Waldner
Nibelungenmarsch – Gottfried Sonntag
Dahoam – Christian Mühlbacher
First Suite in Eb – Gustav Holst
Perthshire Majesty – Samuel R. Hazo
El Camino Real – Alfred Reed
O Vitinho – Francisco Marques Neto, arr. Siegfried Rundel
Ante Lucem – Thomas Doss
En Aranjuez con tu amor – Joaquin Rodrigo, arr. Florian Pranger (Solo für Flügelhorn und Blasorchester; Solist: Hans Fronthaler)
The Lion King – Elton John/Hans Zimmer, arr. John Higgins

Kapellmeister: Matthias Mascher und Manfred Niederwieser
Obmann: Manfred Fuchs

Beginn: 21 Uhr
Eintritt frei

Ein Konzert im Rahmen des Brixner Blasmusiksommers 2017, veranstaltet von der Bürgerkapelle Brixen in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Brixen und der Brixen Tourismus Genossenschaft.

Mozart in der Hofburg

Das Trio Weinmeister konzertiert im Kaisersaal der Hofburg.
Hanna Weinmeister, Violine
Gertrud Weinmeister, Viola
Bruno Weinmeister, Violoncello

Programm

Franz Schubert (1797–1828)
Streichtrio in B-Dur, D 471
Allegro

Ludwig v. Beethoven (1770–1827)
Streichtrio in D-Dur, Op. 9 Nr. 2.

Allegretto
Andante, quasi Allegretto
Menuetto. Allegro
Rondo. Allegro

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1781)
Divertimento für Streichtrio Es-Dur, KV 563
Allegro
Adagio
Menuetto. Allegretto – Trio
Andante
Menuetto. Allegretto – Trio I / II
Allegro

In der Reihe „Mozart im Kaisersaal der Hofburg Brixen“ wird heuer das erste Mal ein Streichtrio auftreten. Die Absicht war, endlich das großartige Divertimento in Es-Dur KV 563 von Mozart in diesem wunderbaren Raum zu hören. Es ist ein Divertimento in sechs kunstvollen Sätzen von fast 50 Minuten Spieldauer, eine „Unterhaltung“ für Kenner. Das Adagio in As-Dur zählt zu Mozarts tiefsten langsamen Sätzen.

Gespielt wird das Werk vom hoch geschätzten Trio Weinmeister, bestehend aus den Geschwistern Hanna, Gertrud und Bruno Weinmeister. Alle drei zeichnen sich durch die Wahrnehmung leitender Funktionen in bekannten Ensembles und Orchestern aus. Das Trio kann auf eine rege Konzerttätigkeit verweisen, die es in die großen Musiksäle Europas geführt hat.

Beginn: 20 Uhr

Karten:
€ 20 Erwachsene
€ 15 ermäßigt (Senioren und Familienpass)
Jugendliche und Studenten 50% ermäßigt
Nicht nummerierte Plätze

Kartenvorverkauf
Brixen Tourismus Genossenschaft
Kleiner Graben 11, Brixen
Tel. 0472 83 64 01, info@brixen.org
Abendkasse vor dem Konzert.

Eine Veranstaltung von Brixner Initiative Musik & Kirche in Zusammenarbeit mit der Hofburg Brixen.

Im Banne der Veränderung – Klavierabend mit Philipp Kronbichler

Philipp Kronbichler spielt auf dem historischen Bechstein-Flügel (1913) im Kaisersaal der Hofburg.

Programm: Werke von Johannes Brahms (1833–1897)

Balladen Op.10 Nr. 1&2 in d-Moll und D-Dur
Variationen über ein ungarisches Lied in D-Dur Op. 21/2
Variationen über ein eigenes Thema in D-Dur Op. 21/1
Variationen und Fuge in B-Dur über ein Thema von Händel Op. 24

Philipp Kronbichler
Philipp Kronbichler wurde 1980 in St. Pölten geboren, durchlief eine Ausbildung als klassischer Konzertpianist an den Musikhochschulen in Salzburg, Wien und Köln bei Anton Czjzek, Noel Flores und Klaus Oldemeyer und beteiligte sich erfolgreich an verschiedenen Klavierwettbewerben. In den letzten Jahren widmete er sich verstärkt der Kammermusik sowie der Neuen Musik und gründete zusammen mit der Kölner Pianistin Jovita Zähl das pianoduo elaeis. Seit 2008 arbeitet er als Lehrbeauftragter an der Kölner Musikhochschule.
Philipp Kronbichler absolvierte Auftritte als Pianist und Komponist u.a. in Wien, Linz, Salzburg, Köln und New York, sowohl solistisch als auch mit Orchester (Wiener Kammerorchester, ORF Radio-Symphonieorchester und Bruckner-Orchester Linz), als Liedbegleiter und im Klavierduo.

Beginn: 20 Uhr
Eintritt: freiwillige Spende

Philipp Kronbichler – über Johannes Brahms und dessen für den Konzertabend ausgewählten Werke

Die größte Veränderung im Leben von Johannes Brahms dürfte zweifellos sein Zusammentreffen mit dem Ehepaar Schumann im Oktober 1853 gewesen sein. Die Förderung und Unterstützung, die Robert und Clara dem gerade 20jährigen genialen Hamburger Komponisten angedeihen ließen, war beispiellos. Robert Schumann (1810–1856) schrieb nicht nur einen hymnischen Artikel in der Neuen Zeitschrift für Musik über den noch völlig unbekannten Brahms, sondern erwirkte beim Verlag Breitkopf&Härtel in Leipzig auch erste Veröffentlichungen seiner Werke.

Allein, das Glück war nicht von langer Dauer. Schumann war – ohne es zu ahnen – am Rande der geistigen Umnachtung und stürzte sich in einem Anfall geistiger Verwirrung am 27. Februar 1854 in den Rhein. Gerettet, wurde er auf eigenen Wunsch in die Nervenheilklinik in Endenich bei Bonn eingewiesen, wo er in den darauffolgenden Jahren jedoch zusehends verfiel und nach Verweigerung der Nahrungsaufnahme am 29. Juli 1856 verstarb. In seinem ersten Jahr war er jedoch noch genug bei Sinnen, um sich mit den in der Zwischenzeit enstandenen Kompositionen seines Schützlings Brahms zu beschäftigen.

Dazu gehörten unter Anderem die 4 Balladen Op. 10, die Brahms im Frühjahr und Sommer 1854 schrieb, teilweise direkt unter dem Eindruck dieser persönlichen Katastrophe. Nur von der ersten Ballade kennt man die literarische Vorlage, die nordische Ballade Edward, die sich um den Mord eines Kriegers an seinem Vater dreht. Brahms schafft es hier kongenial, die durch die vielfachen Textwiederholungen verstärkte Schwermut musikalisch umzusetzen. Die zweite Ballade in der gleichnamigen Dur-Tonart D-Dur hellt die Stimmung etwas auf und versucht, in ihren Rahmenteilen eine friedliche, versöhnliche Atmosphäre zu schaffen, während der Mittelteil dramatischere Akzente schafft.

In den nächsten Jahren sollte Brahms sich auf dem Gebiet der Klaviermusik der Gattung der Variation zuwenden, wo er nach seinem großen Erstlingswerk der Schumann-Variationen Op. 9 unablässig an einem Ideal arbeitete, das ironischerweise gerade NICHT die „Veränderung“ einer Melodie verfolgte. 1869 schrieb er in einem Brief: Bei einem Thema mit Variationen bedeutet mir eigentlich, fast, nur der Baß etwas. Aber dieser ist mir heilig, er ist ein fester Grund, auf dem ich meine Geschichten baue. Was ich mit der Melodie mache, ist nur Spielerei…

Das bedeutete, dass Brahms seine Variationstechnik konsequent auf dem harmonischen Gerüst der Themen aufbaute. Bereits in den Schumann-Variationen Op. 9 findet sich diese Technik manchmal, während die langsamen Sätze seiner Klaviersonaten Op. 1&2 an der Melodie festhalten und sie (nur) mit Nebenstimmen anreichern. In allen drei hier vorgestellten Variationswerken jedoch setzte Brahms konsequent das oben von ihm dargestellte Verfahren ein.

Die Variationen über ein ungarisches Lied Op. 21/2 sind das zuerst entstandene Werk. Das Thema mit dem Wechsel von 3/4- und 4/4-Takt kannte Brahms bereits im Januar 1853, es stand auf einem Widmungsblatt an Joseph Joachim, das er ihm im April bei ihrem ersten Treffen in Hannover schenkte. Wann die Variationen dazu entstanden sind, ist jedoch etwas ungewiss. Ende Juni 1856, einen Monat vor Schumanns Tod, schickte er sie auf jeden Fall an Joseph Joachim (1831–1907), mit dem er sich damals rege über kompositorische Fragen und Probleme austauschte. Publiziert wurden sie jedoch erst 1861.

Das Thema ist mit vielleicht einer halben Minute Länge das bei weitem kürzeste, das Brahms je variieren sollte, und auch die Mehrzahl der 13 Variationen ist nicht viel länger. Sie gruppieren sich in zwei Hälften, von denen die erste das Thema dramatisch in Moll behandelt. Die 7. Variation fährt das Tempo zurück und lichtet die Tonart nach Dur. Von dort sind die folgenden Variationen als konsequente Steigerung hin zum Finale angelegt, das in variierter Rondoform in beträchtlicher Länge das Werk abschließt. So erfährt das Werk eine klare Dreiteiligkeit:

Thema+6 Variationen – Spannungstiefpunkt und Steigerung (Variationen 7-13) – Rondofinale

Die Variationen über ein eigenes Thema Op. 21/1 sollen im März 1857 entstanden sein, kurz nach Brahms‘ Arbeit am langsamen Satz seines 1. Klavierkonzerts, seinem Schmerzensstück, an dem er sich jahrelang abarbeitete. Sie gehören wegen ihrer Innerlichkeit zu seinen am meisten unterschätzten Kompositionen. Nirgendwo sonst jedoch treffen sich Bach und später Beethoven dermaßen glücklich mit dem Tonfall der Hochromantik. Dies erreicht Brahms durch eine strenge Anwendung der Satztechnik (die 5. Variation ist etwa ein Kanon in Umkehrung!). Die meisten der 11 Variationen sind gleich oder nur unwesentlich schneller als das Larghetto des hymnischen Themas, kurz vor dem Finale gibt es jedoch mit den Variationen 8-10 einen dramatischen Ausbruch, der seine tobende Intensität gerade durch die strenge Struktur des Klaviersatzes erhält. Die 11. Variation ist erneut als ausgedehnteres, freies Rondofinale konzipiert, das diesmal jedoch stärker Bezüge zu den vorherigen Variationen herstellt. Die langen Trillerketten im ersten Teil dieses Finales erinnern stark an die Entmaterialisierung des späten Beethoven in seinen letzten Klaviersonaten. Kaum zu glauben, dass der Komponist, der so anscheinend ultimativ letzten Ausdruck formuliert, erst 23 Jahre alt war!

Variationen und Fuge über ein Thema von Händel Op. 24 komponierte Brahms einige Jahre später im September 1861 in Hamm, einem Vorort von Hamburg, wohin er sich zum Arbeiten zurückgezogen hatte. 28jährig, hatte er mittlerweile seine kompositorische Krise 1854-58 überwunden, wie auch der Misserfolg seines 1. Klavierkonzerts 1859 in Leipzig. Er publizierte viel und griff dabei nicht selten auf teilweise unvollendete und liegengebliebene Werke aus der Zeit seiner Krise zurück.

Die Händel-Variationen sind jedoch ein neues Werk, in einem Zuge innerhalb eines Monats niedergeschrieben. Sie wurden sein bekanntestes und meistgespieltes Variationswerk und reihen sich ein in die großen Klaviervariationszyklen der Musikgeschichte, wie den Goldberg-Variationen von Bach, den Diabelli-Variationen von Beethoven, Schumanns Symphonischen Etüden, seinen eigenen Paganini-Variationen, Regers Bach- und Telemann-Variationen, Rachmaninoffs Corelli-Variationen und Rzewskis United-Variations. Es ist auch wirklich ein musikalisches Wunder, wie Brahms über der harmonischen Struktur des Themas förmlich neue Charakterstücke erfindet, jede mit soviel Unverwechselbarkeit ausgestattet, dass sie fast schon als eigenständige Stücke für sich stehen könnten. Fast jedoch nur, denn das Ende schließt so selten mit dem schweren Taktteil, dass jede Variation über sich hinaus weitergehen will, was den stringenten Zug durch das ganze Werk hindurch mitbedingt.

Das Finalproblem, das Brahms schon in den vorherigen Variationszyklen geplagt hatte, löste er hier anders, nämlich mit einer monumentalen Klavierfuge, die ihresgleichen in der Epoche der Romantik sucht. Allenfalls César Francks späteres Fugenfinale aus dem Klavierzyklus Prélude, Choral et Fugue lässt sich sowohl an struktureller und satztechnischer Strenge als auch monumentaler Klangmächtigkeit damit vergleichen. Brahms Lösung wurde später für die großen Variationszyklen Max Regers (1873-1916), die allerdings bereits im 20. Jahrhundert entstanden, verbindlich.

Nach den Paganini-Variationen Op. 35 jedoch, nur wenig später im Winter 1862/63 in Wien entstanden, ist für Brahms – noch nicht dreißigjährig – auch dieses Kapitel abgeschlossen. Er wird keine weiteren Klaviervariationen mehr verfassen.

Musikkapelle Latzfons

Die Musikkapelle Latzfons gibt ein Open-Air-Konzert im Innenhof.

Programm
Graf Zeppelin – Carl Teike
Arsenal – Jan van der Roost
Montana Marsch – Heinz Hermannsdörfer
El cartero – Hans van der Heide
A Joyful Fanfare – Franco Cesarini
Vindobona Marsch – Karl Komazak jr.
The Man in the Iron Mask – Nick Gelennie-Smith
Festiva Jubiloso – Naoya Wada
One Life – Thiemo Kraas
Feste in Valencia – Gottfried Plohovich
Attila – Julius Fucik

Kapellmeister: Thomas Gantioler
Obmann: Sepp Pfattner

Beginn: 21 Uhr
Eintritt frei

Ein Konzert im Rahmen des Brixner Blasmusiksommers 2016, veranstaltet von der Bürgerkapelle Brixen.

Musikkapelle Vahrn

Die Musikkapelle Vahrn gibt ein Open-Air-Konzert im Innenhof.

Programm
Triumphmarsch aus Aida – Giuseppe Verdi
Orpheus in der Unterwelt, Ouvertüre – Jacques Offenbach / Arr.: Jules Ardenois
Scaramouche – Philip Sparke
Il Colosseo, Symphonischer Marsch – Luigi di Ghisallo
The Lord of the Rings – Johan de Meij / Arr.: Paul Lavender
Oregon, Musikalische Reise  – Jacob de Haan
König der Löwen – Hans Zimmer / Arr.: John Higgins
Udo Jürgens Live, Medley seiner größten Hits – Udo Jürgens / Arr.: K. Gäble
Einzug der Gladiatoren, Konzertmarsch – Julius Fucik / Arr.: Walter Tuschla

Kapellmeister: Toni Profanter
Obmann: Markus Brugger

Beginn: 21 Uhr
Eintritt frei

Ein Konzert im Rahmen des Brixner Blasmusiksommers 2016, veranstaltet von der Bürgerkapelle Brixen.

Musikkapelle Villnöß

Die Musikkapelle Villnöß gibt ein Open-Air-Konzert im Innenhof.

Programm
Einzug der Gäste auf der Wartburg – Richard Wagner
Giovanna d’Arco – Giuseppe Verdi
Venezia Marcia Militare Italiana – Gaetano Fabiani
Garbiel’s Oboe – Ennio Morricone
Otto 1/2 – Nino Rota
Bohemian Rhapsody – Freddie Mercury
Hands Across the Sea – John Philip Sousa
Lotus Flower – Thoshio Mashima
Children of Sanches – Chuck Mangione
Astronautenmarsch – Josef Ulrich
Gold und Silber – Franz Lehar
Gruß aus Wien, Marsch op. 898 – Robert Stolz/Hans Eibl

Kapellmeister: Hans Pircher
Obmann: Christof Petriffer

Beginn: 21 Uhr
Eintritt frei

Ein Konzert im Rahmen des Brixner Blasmusiksommers 2016, veranstaltet von der Bürgerkapelle Brixen.