Brixen in alten Ansichten

Brixen, die Bischofsstadt an Eisack und Rienz, steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Zahlreiche Grafiken und Zeichnungen zeigen Stadtveduten, Ansichten einzelner Gebäude und Motive aus der Umgebung. Die Blätter spannen einen Bogen von der ältesten druckgrafischen Ansicht Brixens aus dem Jahr 1588 bis zum frühen 20. Jahrhundert. Vieles ist in diesem Zeitraum von rund 300 Jahren gleich geblieben, noch mehr hat sich verändert.

Brixen
Kupferstich/Radierung von Matthäus Merian d. Ä.
1649

Jahrelang trugen Wolfgang Hellrigl (†) und Martina Stanek eine umfangreiche Sammlung alter Ansichten der Stadt Brixen und ihrer nächsten Umgebung zusammen. Ihre Forschungsergebnisse publizierten sie 2002 im Buch „Brixen in alten Ansichten“. Nun sind sämtliche Blätter aus der privaten Sammlung Stanek/Hellrigl in einer digitalen Station in der Hofburg einsehbar. Eine wechselnde Auswahl aus den Zeichnungen und Grafiken wird zudem im Original  präsentiert.

Öffnungszeiten der Ausstellung
6.10.–31.10.2018
Dienstag bis Sonntag
10–17 Uhr

Triumph des Barock. Malerei von 1600 bis 1800

Barocke Kunst ist triumphale Ausdruckskunst. So auch in der Malerei.
Die Ausstellung schöpft aus dem umfangreichen Bestand der Hofburg und zeigt Gemälde von den frühen Anfängen um 1600 bis in die Spätphase um 1800. Eine Schaulust für das Auge.

Nie waren den Menschen der Himmel und das Leben mit den Himmlischen so vertraut wie in der Barockzeit. Erzählungen aus der Bibel, Schilderungen aus dem Leben von Heiligen, Darstellungen von Maria mit dem Jesuskind – sie alle führen das Auf und Ab des Lebens vor Augen.

Der Zwölfjährige unter den Schriftgelehrten
Paul Zeiller, 1718
Öl auf Leinwand

Berühmte Maler aus Tirol sowie überregional bedeutende Künstler schufen Altarbilder für Kirchen und sakrale Gemälde zur privaten Andacht. Eine Auswahl ihrer Werke ist in der Ausstellung zu sehen, darunter Bilder von Stephan Kessler, Johann Georg Grasmair und Ulrich Glantschnigg, von Martin Theophil Polak, Karl Skreta und Johann Lingelbach. Auch Gemälde der in Wien zu Ruhm gelangten Tiroler Barockmaler, wie Paul Troger, Michael Angelo Unterberger und Josef Ignaz Mildorfer, sind ausgestellt.

Kopien nach berühmten Meistern spielten in der barocken Malerei eine große Rolle. Sie vermittelten das gedankliche Konzept des Originals nahezu ungeschmälert und trugen wesentlich zur Beliebtheit einzelner Bildmotive dar. Eine Auswahl hochwertiger Kopien wird in der Ausstellung gezeigt.

Madonna mit Kind
Kopie nach Massimo Stanzione (1585–1656)
Öl auf Leinwand

Neben Altarbildern und religiösen Werken sind auch Porträts zu sehen, einige von ihnen zum ersten Mal. Porträts stellten Macht und Reichtum, Bildung und Stand der Dargestellten zur Schau. Sie stehen für Inszenierung und Selbstdarstellung von Klerus, Adel und Bürgertum.

Johann Franz Eckher, Fürstbischof von Freising
unbekannter Künstler, 1696
Öl auf Leinwand

Zur Ausstellung erscheint ein Bestandskatalog. Dieser enthält – über die in der Ausstellung gezeigten Werke hinaus – alle barocken Gemälde aus der Schausammlung und den Depots sowie die Gemälde und Wandmalereien der barocken Ausstattung der Hofburg. Mit seinen knapp 700 vorgestellten Werken und dem umfangreichen Bildmaterial stellt der von Johann Kronbichler verfasste Bestandskatalog ein unverzichtbares Grundlagenwerk zur Barockkunst in Südtirol dar. Der Katalog, Band 4 der Veröffentlichungen der Hofburg Brixen, ist in der Hofburg und im Buchhandel erhältlich.

Die barocken Gemälde der Hofburg Brixen
von Johann Kronbichler
ISBN: 978–88–88570–23–5
396 Seiten, ca. 740 Abbildungen

Öffnungszeiten der Ausstellung
28.4.–31.10.2018
Dienstag bis Sonntag
10–17 Uhr

Die Orientalische Krippe von Erika Rubatscher

Die große Orientalische Krippe mit 43 bekleideten Figuren, ausgestellt in der Hofkirche, stammt aus Privatbesitz. Erika Prousch Rubatscher (1931–2009) schuf in den 1990er Jahren die Krippe nach dem Vorbild Konrad Lechners. In aufwändiger Kleinarbeit goss sie Köpfe und Gliedmaßen der Figuren und nähte deren Kleidung. Die Krippe zeigt sowohl die Anbetung der Hirten und als auch der Könige, die mit reichem Gefolge dem Christkind ihre Gaben darbringen.

Konrad Lechner (1901–1994), Prälat des Augustiner-Chorherrenstiftes Neustift, hatte sich maßgeblich für eine Erneuerung der Krippenkunst im Eisacktal eingesetzt. In der Umgebung von Brixen entstanden viele Hauskrippen nach seinem Vorbild.

Die Orientalische Krippe ist in der Hofkirche ausgestellt.

Alle Jahre wieder…

Alle Jahre wieder lädt uns die Advents- und Weihnachtszeit zum aufmerksamen Betrachten der Weihnachtsgeschichte und der Feste in dieser Zeit ein. Gemälde und Skulpturen bringen diese Ereignisse im Rahmen einer Sonderausstellung den Besuchern nahe.

Heimsuchung, um 1430

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 23. November 2017, um 15 Uhr eröffnet.

Samt und Seide im historischen Tirol

Im Domschatz von Brixen befindet sich eine außergewöhnlich reiche Sammlung historischer Textilien und hochmittelalterlicher Prunkgewänder. Die Adlerkasel des Hl. Albuin aus der Zeit um 1000 zählt mit ihrem kaiserlichen byzantinischen Seidenstoff zu den wertvollsten mittelalterlichen Textilien in Europa.

Auch die Gewänder des seligen Bischofs Hartmann aus dem 12. Jahrhundert sind von besonderer Bedeutung. Nach einer sehr aufwendigen Restaurierung wird die so genannte Vigiliuskasel (um 1100) erstmals gezeigt. Auch ein Pluviale (um 1470) aus dem Dom von Brixen ist anlässlich der Ausstellung in der Hofburg zu sehen.

Adlerkasel des hl. Albuin, byzantinische Purpurseide, um 1000

Die Ausstellung ist ein Projekt der Europäischen Textilakademie und erstreckt sich über mehrere Ausstellungsorte in Tirol, Südtirol und im Trentino. Weiterführende Informationen finden Sie hier: www.velvetandsilk.eu

Brigitte Schalhaas. Totentanz

Das Thema des Totentanzes gehört seit dem Mittelalter zur abendländischen Kultur. Dahinter steht das „memento mori“, der Gedanke an den Tod, der uns alle ohne Unterschied von Rang und Alter erwartet. Wir haben nur die eine Sicherheit im Leben, die des Todes, und niemand kennt die Stunde.

Die österreichische, in Innsbruck lebende Künstlerin Brigitte Schalhaas (* 1947) hat über einschlägige mittelalterliche Texte, über die Musik und nicht zuletzt über ihre eigene Lebenserfahrung einen umfangreichen Totentanz-Zyklus in großformatigen Zeichnungen von großer emotionaler und suggestiver Kraft geschaffen.

Einzigartig. Skulpturen von Margot Stöckl

Margot Stöckl hat in ihrem skulpturalen Schaffen auffallend viel Aufmerksamkeit auf, wie sie es selbst formuliert, „Kopfarbeit“ gelegt. In der Unterschiedlichkeit und Vielfalt ihrer Typen beweist sie viel Talent und Gespür, sich ausdrucksstarken Positionen zu nähern. Sie verbindet in ihren motivisch divergierenden Vorwürfen technische Präzision (meist Metallguss in Bronze und Aluminium) mit Ernst, Fantasie und auch mit Witz.

Margot Stöckl lebt und arbeitet im Zillertal. Sie besuchte die Höhere Technische Lehranstalt für Kunsthandwerk und Holzverarbeitung in Innsbruck. Nach mehrjähriger Tätigkeit im Gastgewerbe widmet sie sich heute völlig ihrer Kunst.

Kunstwerk des Monats

Mit dem „Kunstwerk des Monats“ hält die Hofburg monatlich eine Überraschung für das Publikum bereit.
Jeden ersten Dienstag im Monat wird jeweils um 16 Uhr ein besonderes Objekt vorgestellt und ist anschließend den gesamten Monat über zu sehen. Die ausgewählten Werke aus verschiedenen Epochen sind in unterschiedlichen Techniken ausgeführt. Sie stammen entweder aus den Sammlungen oder Depots des Museums oder sind als Leihgaben nur ausnahmsweise in der Hofburg ausgestellt.

Termine:
4. April 2017, 16 Uhr
2. Mai 2017, 16 Uhr
6. Juni 2017, 16 Uhr
4. Juli 2017, 16 Uhr
1. August 2017, 16 Uhr
5. September 2017, 16 Uhr
3. Oktober 2017, 16 Uhr
Der Eintritt zur Präsentation ist frei.