Der Innenhof

Der Innenhof mit den Renaissanceloggien in den drei Geschossen im Süden und Norden, mit den geschlossenen Barockfassaden im Osten und Westen, dem alten Burgtor, dem Marmorportal und dem Türmchen der Hofkirche gehört zu den stimmungsvollsten Schlosshöfen Südtirols.

Fürstbischof Kardinal Andreas von Österreich (1591–1600) begann um 1595 mit dem Umbau der Hofburg. Alberto Lucchese plante dreigeschossige Arkaden rund um den Innenhof, in deren Nischen 44 Terracottafiguren des Bildhauers Hans Reichle den Stammbaum der Familie Habsburg präsentieren sollten. Das aufwendige Konzept blieb jedoch unvollendet, obwohl der Bildhauer alle Figuren fertigstellte.

Nach dem frühen Tod des Kardinals führten einzelne Fürstbischöfe den Umbau weiter. Für die Gestaltung der Nordfassade wurden zunächst noch die ursprünglichen Baupläne berücksichtigt, sodass eine zweite Fassade mit manieristischen Arkaden und Pilasternischen für den Skulpturenschmuck entstand. Die Ost- und die Westfassade hingegen wurden als geschlossene Fronten errichtet. Unter Fürstbischof Kaspar Ignaz Graf Künigl (1702–1747) erhielten die Fenster einheitliche barocke Einfassungen aus Stuck, die wesentlich zum harmonischen Gesamtcharakter des Innenhofs beitragen. Zeitgleich wurde das marmorne Portal der Hofkirche errichtet.

Seit November 2016 ziert ein Brunnen von Franz Kehrer den Innenhof.

 

Baugeschichte der Hofburg