Der Bischofstrakt

Der Bischofstrakt als ehemaliger Wohnbereich der Bischöfe befindet sich im südlichen Bereich des zweiten Obergeschosses in räumlicher Fortsetzung zum Kaisertrakt.

Repräsentativen Charakter zeigt das bischöfliche Empfangszimmer mit einer aufwendig gestalteten Stuckdecke und barocker Einrichtung. An den Wänden hängen Porträts bedeutender Brixner Fürstbischöfe, so von Kardinal Andreas von Österreich, Christoph Andrä von Spaur, Leopold von Spaur, Joseph von Spaur und Karl Franz von Lodron.

Fürstbischöfliches Empfangszimmer
Fürstbischöfliches Empfangszimmer

In der ehemaligen bischöflichen Bibliothek, die sich südlich an den Empfangsraum anschließt, befinden sich Porträts von Brixner Bischöfen des 19. und 20. Jahrhunderts, wobei die Reihe über den letzten in der Hofburg residierenden Bischof Joseph Gargitter hinausgeht. In einer Vitrine sind Brustkreuze und Bischofsringe, ein Hirtenstab mit dem Lamm des Bistumswappens in der Krümme und Sedisvakanz-Medaillen ausgestellt.

Das bischöfliche Arbeitszimmer auf der Südseite des Westturms stammt in seiner Ausstattung teilweise noch aus der Zeit von Fürstbischof Sigmund Alphons von Thun (1663–1677). Den Raum ziert die originale Holzdecke mit einem Gemälde, das den Triumph der Pallas Athene über Orestes festhält. Der Kachelofen von Bartlmä Dill Riemenschneider mit Darstellungen von Jason und Medea aus der Argonautensage stammt aus dem Jahr 1546. Am 1666 datierten Aufsatz ist neben dem Wappen des Bistums auch jenes von Fürstbischof Thun angebracht. Ein zweiter Kachelofen mit Jason und Medea-Szenen von Bartlmä Dill Riemenschneider steht im nordöstlichen Eckzimmer des zweiten Obergeschosses, im so genannten Troger-Saal. Beide zählen zu den wertvollsten Kachelöfen Südtirols.