Kunst des Mittelalters

Einen großen und bedeutenden Bestand des Diözesanmuseums bildet die Kunst des Mittelalters, der schon in der Gründungszeit des Museums (um 1900) das Hauptinteresse galt. So ist nicht nur das romanische Christusbild in mehreren Kruzifixen präsent, sondern die Sammlung beherbergt nicht weniger als ein Dutzend spätromanische und frühgotische Madonnen. Das Marienbild der Gotik ist in einigen Beispielen der sog. „Schönen Madonnen“ vertreten, wie auch als Vesperbild. Mit Meister Leonhard von Brixen tritt nach der Mitte des 15. Jahrhunderts erstmals ein Künstler aus der anonymen Kunst des Mittelalters namentlich in Erscheinung. In weiterer Folge sind auch Werke aus dem Umkreis von Michael und Friedrich Pacher sowie von Hans Klocker vorhanden. Die spätgotische Skulptur und Tafelmalerei ist in der Sammlung besonders zahlreich vertreten, darunter mit einer Reihe von bekannten Meistern wie Michael Parth, Jörg Lederer, Vigil Raber und Hans Leinberger. Schließlich befinden sich in der Mittelaltersammlung auch noch bemerkenswerte Glasgemälde, liturgische Geräte, Textilien und Handschriften.

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Heimsuchung Mariens (Detail)