Kunst des Barock

Die Kunst des Barock bildet im Diözesanmuseum ebenso einen Schwerpunkt wie die Kunst des Mittelalters. In diesem Fall ist schon mit der Architektur der Hofburg ein eindrucksvoller barocker Akzent gesetzt. Auch mehrere Innenräume, vor allem die Hofkirche sowie der Kaiser- und Bischofstrakt, sind durch Malereien, Skulpturen und Stukkaturen von der Kunst des Barocks geprägt. Am Beginn der reichhaltigen Sammlung an Barockgemälden steht der aus dem Brixner Dom stammende alte Hochaltar (1600) von Hans Schmid, gefolgt u. a. von Gemälden des Martin Theophil Pollack, Karl Skréta, Johann Lingelbach und vor allem des in Brixen ansässigen Malers Stephan Kessler. Die Malerei des 18. Jahrhunderts ist mit vielen bekannten Meistern vertreten, wie zum Beispiel Ulrich Glantschnigg, Johann Georg Dominikus Grasmair, Josef Ignaz Mildorfer sowie Franz Sebald und Michael Angelo Unterberger. Ein eigener Raum ist dem wohl berühmtesten Tiroler Barockmaler Paul Troger gewidmet. Außerdem sind auch Maler, die mehr im lokalen Bereich tätig waren, anzutreffen, wie etwa Johann Baptist Hueber, Jakob Christoph Plazer, Josef Anton Zoller, Franz Anton Zeiller, Josef Haller oder Johann Mitterwurzer.

Aus der Frühzeit des Barocks sind der umfangreiche Figurenzyklus des Habsburger Stammbaues von Hans Reichle sowie mehrere Skultpuren von Adam Baldauf zu nennen und aus der Zeit des Hochbarocks Werke von Dominikus Moling, Cristoforo Benedetti, Andrea Brustolon, Johann Georg Silly und Simon Troger. Eine sehenswerte Rarität sind schließlich auch die originalen Holzmodelle zum barocken Brixner Dom.

Außerdem hat die barocke Abteilung des Museums auch noch mancherlei aus dem Bereich des Kunsthandwerkes zu bieten, seien es liturgische Gewänder, Silberarbeiten, Klosterarbeiten, Porzellan oder eine ganze Reihe von schönen Kachelöfen.