Kunst des 19. und 20. Jhs.

Die Kunst des frühen 19. Jahrhunderts ist zum Teil von Künstlern geprägt, die noch ganz in der barocken Tradition stehen, wie beispielsweise Josef Schöpf oder die Brüder Johann und Josef Renzler, von denen im Museum mehrere Werke ausgestellt sind. Das Bild der sakralen Kunst des 19. Jahrhunderts ist jedoch weitgehend von den Nazarenern beherrscht und wie zu erwarten ist diese Richtung auch mit Werken verschiedener Künstler vertreten, wie Franz Hellweger, Caspar Jele, Johann Strasser oder Martin Alois Stadler. Große Bedeutung, vor allem für die Restaurierung des Brixner Domes im späten 19. Jahrhundert, kommt dem Maler Albrecht Steiner von Felsburg zu. Nennenswerte Arbeiten gibt es auch von Künstler, die nicht den Nazarenern zuzuordnen sind, wie Griuseppe Craffonara, Cosroe Dusi und Johann Ertl. Den Abschluss des 19. Jahrhunderts bildet ein Frühwerk von Albin Egger-Lienz: „Die Auferweckung des Lazarus“ aus dem Jahre 1899.

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Madonna im Grünen, Franz Hellweger, 1848, Öl auf Leinwand

Die sakrale Kunst des 20. Jahrhunderts war zwar nie Gegenstand der Sammeltätigkeit des Museums, aber auch diese Zeit ist mit einigen repräsentativen Werken vertreten: ein Franziskus-Triptychon von Peter Fellin, zwei sehr unterschiedliche Pietà-Darstellungen von Karl Plattner, eine Bronzeskultpur mit einer Pietà-Darstellung von Martin Rainer, weiter auch Arbeiten von Maria Delago, Karl Grasser, Oswald Kollreider und Franz Kehrer.

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Beweinung Christi, Karl Plattner, 1952