Kunst der Renaissance

Die Renaissance setzt im Bereich der lokalen Kunst am Beginn des 16. Jahrhunderts noch recht zögernd ein. Beispiele dafür sind in der Sammlung des Diözesanmuseums eine Anbetung der Könige des aus Bayern stammenden Michael Parth, die Sebastian Scheel zugeschriebenen Tafelbilder mit dem Wunder am Grab des hl. Antonius und die Geburt Mariens sowie die von Vigil Raber aus Sterzing gemalten Altarflügel aus dem Brunecker Ursulinenkloster. Zwei frühe Meisterwerke der Renaissance sind die Lucas Cranach zugeschriebene Darstellung des Ecce Homo und die ebenfalls um 1530 entstandene Tafel der Madonna mit Kind von Jan Gossaert, gen. Mabuse. Zu den bedeutendsten erhaltenen religiösen Renaissancemalereien im Lande zählen die aus dem Brixner Dom stammenden Epitaphien für zwei Domherren. Ein herausragendes Werk der Renaissance ist weiter der ebenfalls aus dem alten Brixner Dom stammende Dreikönigsaltar von Bartlme Dill Riemenschneider. Schließlich sind auch mehrere Glasgemälde aus dem 16. Jahrhundert und nicht zuletzt der gesamte Innenhof der Hofburg mit seinen Arkaden und dem Statuenzyklus des Habsburger Stammbaums zu erwähnen.

 

Adorazione dei re magi Barthlmä Dill Riemenschneider, 1545 Tempera su legno
Dreikönigsaltar
Bartlme Dill Riemenschneider, 1545
Tempera auf Holz