Der Domschatz

Der Brixner Domschatz zählt zu den bedeutenden Domschatzkammern im Alpenraum und dokumentiert hauptsächlich die sakrale Kunst- und Kulturentwicklung des Mittelalters und des Barock. Teile des Domschatzes, wie liturgische Geräte und Gewänder sowie eine Reihe von Reliquienbüsten, stehen nach wie vor in lebendigem Gebrauch und befinden sich in der Domsakristei. In musealer Obhut befinden sich die ältesten und kostbarsten Stücke, die nicht mehr in liturgischem Gebrauch stehen. Zu diesen gehören neben der Adlerkasel aus dem 10. Jh. und den Gewändern des sel. Bischofs Hartmann aus dem 12. Jh. einige mittelalterliche Mitren, die Stand- und Vortragekreuze und vor allem die zahlreichen, kostbar gefassten Reliquiare. Hervorzuheben sind auch der Grabeskelch von Bischof Altwin aus dem 11. Jh., eine Fistula (Saugröhrchen) aus dem 12. Jh. und Pontifikalhandschuhe mit byzantinischen Emails.

Schmckkassette mit Silberreliefs, Werkstatt Wenzel Jamnitzer, um 1590
Schmuckkassette mit Silberreliefs, Werkstatt Wenzel Jamnitzer, um 1590

Der Bestand des eigentlichen Domschatzes wird in der Ausstellung mit verschiedenen Objekten aus kirchlichem und privatem Besitz ergänzt. Hingewiesen sei auf ein vergoldetes romanisches Rauchfass aus Privatbesitz und auf das mit Miniaturmalereien reich ausgestattete spätgotische Graduale aus Taisten.