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Bartlmä Dill Riemenschneider

Bartlmä Dill, Sohn des Würzburger Bildhauers Tilman Riemenschneider, hatte sich um 1525 in die Dienste des Trienter Fürstbischofs Kardinal Bernhard von Cles begeben. Von seiner Werkstatt in Bozen aus schuf er umfangreiche Freskenzyklen für den Tiroler Adel, Majolikaöfen und Tafelaltäre.

Dreikönigsaltar, Bartlmä Dill Riemenschneider, 1545, aus dem Brixner Dom   Der Dreikönigsaltar aus dem Brixner Dom ist das prominente Beispiel dieser Altäre. Einen kleinformatigeren Altar konnte er 1541 für die Kirche von Burgstall ausführen. Gestiftet hatte den Altar 1545 Gregor Angerer, Bischof von Wiener Neustadt, zugleich Dompropst in Brixen für die Dreikönigenkapelle am Brixner Dom. Riemenschneiders Altar vereint Haupttafel und Flügel zu einer szenischen Einheit. Die dekorierten Pilaster wiederholen Anregungen, die aus dem süddeutschen Raum kommen.

Konfessionell hatte Riemenschneider mit der Wiedertäuferischen Lehre sympatisiert. Seine Wandmalereien für St. Nikolaus in Kaltern, Rubein in Obermais und Schloß Juval verraten reformatorisches Gedankengut.

Anhand weiterer Königsanbetungen kann die ikonographische Entwicklung des Motivs nachvollzogen werden. Der Dreikönigsaltar aus Graun bei Kurtatsch entstand in der Werkstatt des aus Bamberg nach Bozen gezogenen Georg Müller. Die Form des Altars zählt zu den ersten Säulenretabeln in Tirol. Die von einem Brixner Meister ausgeführten Flügeltafeln stammen aus einer Rittner Kirche. Sie wurden noch um 1600 für einen Flügelaltar geschaffen.
 
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