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Renaissanceepitaphien

Epitaphien sind wandgebundene Erinnerungstafeln im Kontext des Verstorbenengedenkens.

Auferweckung des Lazarus, Epitaph für Matthias Horn, 1530   Noch der Formensprache der letzten Gotik ist das vergoldete Messingepitaph für Caspar von Meckau, einem Bruder von Kardinal Melchior von Meckau, verpflichtet. Caspar verstarb 1498, das Verstorbenendenkmal ließ sein Bruder 1501 ausführen.

Die Epitaphien für die Domherrn Matthias Horn und Paul Hölzl sind die ersten erhalten gebliebenen Tafelmalereien der Renaissance aus dem Brixner Dom. Dort waren einmal beide Tafeln im südlichen Querhaus angebracht. Der Maler der Lazarusszene am Horn-Epitaph (Lorenz Guetl?) bringt 1530 die künstlerische Erfahrung des Augsburger Kunstkreises nach Brixen.

Paul Luckner aus Sand in Taufers bemalt 1538 das Hölzl-Epitaph mit der Predigt des Apostels Paulus am Areopag. Die Malerei steht unter dem stilistischen Einfluß des in Schwaz tätigen Hans Maler. Die Ikonographie ist rar, die Wahl der Pauluspredigt läßt neben der Namensallusion eine innere Neigung zur Heiligen Schrift erkennen. Formale Einflüsse von seiten der Donauschule sind zu notieren. So ist der schräg ins Bild gesetzte Kruzifixus dem Werk Altdorfers entlehnt.

Unter den später entstandenen Epitaphien aus der Brixner Frauenkirche ragt jenes für den Chorherrn Andreas Casletan heraus, das Georg Trabl, Sohn des Innsbrucker Malers Paul Trabl, 1602 ausführte.
 
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