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Brixner Tafelmalerei

Die Pacher-Werkstatt gab die künstlerische Norm im Bereich der Tafelmalerei vor. Die Künstler, die außerhalb dieser Werkstatt lagen, kamen zumeist auch aus dem Süddeutschen Raum.

Kreuzigung, Brixner Meister, um 1490   Eine Ausnahme bildet der aus Taisten stammende Maler Simon, der zwar im Umkreis des Leonhard von Brixen geschult worden war, später sich aber der Pacherschen Richtung anschloß. So zeigen die beiden großen Altarflügel aus St. Johann in Ahrn die Handschrift des Simon Mareigl.

Vom Hochaltar der Johanneskirche am Brixner Kreuzgang stammt die in der Brixner Kunst isoliert dastehende Tafel mit der Kreuzigung Christi, eine Stiftung eines unbekannt gebliebenen Brixner Chorherrn. Namentlich bekannt ist nun wieder der Maler Paul Zwinger, der 1515 die Heilige Sippe für die Wallfahrtskirche in Trens malt.

Der Einfluß der schwäbischen Malerei ist zudem an zwei Altarflügeln unbekannter Provenienz bemerkbar. Bei geöffneten Flügeln ist die Heilige Sippe sichtbar, bei geschlossenen die Heiligen Ulrich und Nikolaus; die Tafeln haben einmal zu einem Annenaltar gehört. Die kultische Verehrung der Mutter Mariens nahm nach der Gründung einer Bruderschaft 1497 einen erheblichen Aufschwung bei Klerikern und Brixner Bürgern.
 
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