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Malerei der Renaissance

Die lokale Kunst der Renaissance wird in der Regel über süddeutsche Kunstzentren vermittelt. Hier sind nordische Importstücke zu sehen, die aus altem Hofburgbestand stammen und zum Teil schon zu ihrer Entstehungszeit und später nach Brixen kamen.

Maria mit Kind, Jan Gossaert gen. Mabuse, um 1530   Die niederländische Beweinung in freier Landschaft befand sich einmal in der Galerie der Academia von Parma. Das Tafelbild ist gegen 1500 anzusetzen, sein Meister steht in der Nachfolge von Hans Memling. Das hervorragende kölnische Täfelchen mit der Schmerzensmanngruppe steht noch in der spätmittelalterlichen Darstellungstradition.

Nach einem Motiv des Antwerpener Malers Willem Key ist eine weitere Beweinung gestaltet (vgl. Beweinung Christi in Unkel 1553 und in der Alten Pinakothek in München). Die Vorlage ist am Brixner Bild seitenverkehrt übernommen, die Ausführung ist gegen 1600 hin anzusetzen. Die Durchdringung von Figur und Landschaft unterliegt italienischen Einflüssen, auch die Figurenkomposition gründet im Michelangelo-Kreis.

Die Madonna von Jan Gossaert, genannt Mabuse, ist zweifelsohne eines der Hauptwerke der Sammlung. Mabuse wird als der erste “Romanist” unter den Niederländern bezeichnet. Auf seiner Romfahrt, die er im Auftrag Philipps von Burgund 1509 unternimmt, greift er Einflüsse der italienischen Hochrenaissance auf. Die Brixner Tafel ist um 1516 entstanden.

Die Darstellung des Ecce Homo stellt eine Wiederholung des Originals von Lucas Cranach dar, ausgeführt noch in der Werkstatt des Meisters. Eine Signatur fehlt, doch spricht die Qualität der Ausführung für eine besondere Nähe zum bahnbrechenden Künstler.
 
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